Eine Preiserhöhung gelingt, wenn du sie rechtzeitig ankündigst, ehrlich begründest, den Nutzen deiner Leistung in den Vordergrund stellst und – wo sinnvoll – Wahlmöglichkeiten anbietest. Die meisten Kunden akzeptieren faire Erhöhungen; wer abspringt, war oft nicht dein idealer Kunde.
Wann eine Preiserhöhung fällig ist
- gestiegene Kosten
- mehr Erfahrung, bessere Ergebnisse
- hohe Auslastung
- deine Preise liegen deutlich unter dem Markt
Prüfe deine Kalkulation regelmäßig – siehe Preise kalkulieren.
So kündigst du an
- Rechtzeitig: mehrere Wochen bis Monate vorher, je nach Vertrag
- Persönlich: wichtige Kunden im Gespräch, nicht nur per Rundmail
- Klar: neuer Preis, Datum, betroffene Leistungen
- Begründet: kurz und ehrlich, ohne lange Rechtfertigung
- Nutzen betonen: was der Kunde bekommt und bekommen wird
Ein Beispieltext
Ab dem 1. Januar passen wir unsere Preise an. Gestiegene Kosten und zusätzliche Leistungen wie unser neuer Kundenbereich machen das notwendig. Für dich ändert sich der Stundensatz von X auf Y. Bis dahin gelten die bisherigen Preise – auch für alle Aufträge, die du bis Ende Dezember erteilst.
Wahlmöglichkeiten anbieten
- ein kleineres Paket für preissensible Kunden
- Vorteile bei längerer Vertragsbindung
- Übergangsfrist für Bestandskunden
Verträge beachten
Bei laufenden Verträgen gelten die vereinbarten Bedingungen. Preisanpassungen sind nur möglich, wenn der Vertrag sie vorsieht oder der Kunde zustimmt.
Die Haltung
Entschuldige dich nicht für faire Preise. Wer gute Arbeit leistet, darf angemessen verdienen. Mehr zu Preismodellen: Abrechnungsmodelle.
Häufige Fragen
Wie oft darf ich Preise erhöhen?
Eine jährliche Überprüfung ist üblich. Kleine regelmäßige Anpassungen wirken oft besser als seltene große Sprünge.
Was, wenn ein wichtiger Kunde widerspricht?
Höre zu, erkläre den Wert und suche gemeinsam nach Optionen – etwa einem angepassten Leistungsumfang.