Neben Cloud-Diensten gibt es offene KI-Modelle, die du auf eigenen Rechnern oder Servern betreiben kannst. Der große Vorteil: Daten verlassen dein Unternehmen nicht, und es fallen keine Gebühren pro Anfrage an. Dafür brauchst du passende Hardware, und die leistungsstärksten Cloud-Modelle sind lokal oft nicht erreichbar.
Was lokale Modelle sind
Viele Anbieter veröffentlichen KI-Modelle mit offenen Gewichten. Mit Werkzeugen wie Ollama lassen sie sich auf einem leistungsfähigen Rechner oder Server starten – ganz ohne externe Cloud.
Die Vorteile
- Datenschutz: sensible Daten bleiben im eigenen Netz
- Kosten: keine Gebühren pro Anfrage, nur Hardware und Strom
- Unabhängigkeit: keine Änderungen von Preisen oder Bedingungen durch Anbieter
- Offline: funktioniert ohne Internetverbindung
Die Nachteile
- Leistung: Die größten Cloud-Modelle sind lokal meist nicht verfügbar oder zu groß.
- Hardware: Für flüssiges Arbeiten braucht es leistungsstarke Grafikkarten oder viel Arbeitsspeicher.
- Betrieb: Updates, Sicherheit und Wartung liegen bei dir.
Wofür sich lokale Modelle eignen
- Zusammenfassungen und Klassifizierung interner Dokumente
- Wissensassistenten auf Basis eigener Unterlagen – siehe KI-Assistent für Firmenwissen
- Auslesen von Dokumenten mit sensiblen Daten
- Entwürfe für Standardtexte
Die Mischform
Viele Unternehmen kombinieren: lokale Modelle für sensible Daten, Cloud-Modelle mit Auftragsverarbeitung für anspruchsvolle Aufgaben. Entscheidend ist eine klare Regel, was wohin darf – siehe KI-Richtlinie fürs Unternehmen.
Lizenzen beachten
Offene Modelle haben unterschiedliche Lizenzen. Prüfe, ob die kommerzielle Nutzung erlaubt ist.
Quellen und weiterführende Links
Stand: 18. Oktober 2026. Gesetze, Förderbedingungen und Plattformregeln ändern sich – maßgeblich ist jeweils die aktuelle Fassung der verlinkten Stelle.
Häufige Fragen
Reicht ein normaler Büro-PC?
Für kleine Modelle teilweise ja, allerdings langsam. Für produktiven Einsatz empfehlen sich Rechner mit starker Grafikkarte oder ein eigener Server.
Sind lokale Modelle automatisch DSGVO-konform?
Sie erleichtern den Datenschutz, weil Daten das Haus nicht verlassen. Die übrigen Pflichten wie Zweckbindung und Zugriffsschutz gelten trotzdem.